Recht
20.07.2017
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Stärkung des Datenschutzes innerhalb der EU

Die EU-Datenschutzgrundverordnung ist derzeit in aller Munde. Es handelt sich dabei um eine Verordnung der Europäischen Union, mit der die Regeln für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen in der EU vereinheitlicht wird. Die Verordnung gilt ab dem 25. Mai 2018 in allen EU-Mitgliedstaaten und die Bestimmungen betreffen alle Unternehmen, die Daten von EU-BürgerInnen verarbeiten.
Hierbei gibt es keine Eingrenzungen in Bezug auf Unternehmensbranche oder Größe. Die Verordnung hebt die aus dem Jahr 1995 stammende Richtlinie 95/46/EG zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten sowie zum freien Datenverkehr auf. Die konkrete Umsetzung der Anforderungen erfolgt in Österreich durch das Datenschutzanpassungsgesetz. Die Anforderungen der Verordnung gehen über die derzeitigen Anforderungen des Datenschutzgesetzes hinaus. Die dabei zu bewältigenden Herausforderungen sind gerade für UnternehmerInnen umfassend und aus heutiger Sicht noch mit schwer kalkulierbaren Kosten verbunden. Neben dem erhöhten Bußgeldrahmen von bis zu 20 Mio. € oder von bis zu 4% des gesamten, weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens sind vor allem die folgenden sechs Aspekte von zentraler Bedeutung.