Sichere Verwaltung in unsicheren Zeiten

22. Mai 2025 / Dr. Markus Vesely, CEO der A-Trust GmbH

Der öffentliche Sektor ist ein Eckpfeiler unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Er sorgt für die kontinuierliche Bereitstellung wesentlicher Güter und Dienstleistungen wie etwa Bildung, Gesundheitswesen, Versorgungseinrichtungen, Verkehr und Straßeninfrastruktur oder Rechtswesen und liefert somit den Rahmen, in dem wir als Wirtschaftstreibende oder auch als Private handeln können.

Dank digitaler Lösungen kann die Verwaltung ihre Dienstleistungen effizienter gestalten und für die Bevölkerung zugänglicher machen. Zugleich zieht E-Government durch die Fülle an kritischen und sensiblen Daten, die zum Funktionieren digitaler Services notwendig sind, jedoch auch Cyberkriminelle an. Deshalb muss der öffentliche Sektor besonders auf die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit seiner Daten und Dienste achten.

Öffentlicher Sektor im Fokus Cyberkrimineller

Die bereits angesprochenen großen Datenmengen machen die Verwaltung zu lukrativen Zielen für Daten- und Identitätsdiebstahl. Hinzu kommt, dass die IT-Infrastrukturen über viele Jahre hinweg organisch gewachsen sind und daher eine Komplexität erreicht haben, die die Identifizierung von Sicherheitslücken und deren Behebung nicht gerade erleichtert.

So ist der Public Sector zu einem lohnenden Ziel für Ransomware-Angriffe geworden, bei welchen Lösegeld gefordert wird, um verschlüsselte Systeme wieder freizugeben oder eine Störung des Betriebs kritischer Infrastrukturen aufzulösen. Doch auch die Zunahme politisch motivierter Angriffe, bei welchen es immer öfter zu gezielten Attacken auf Organisationen der Daseinsfürsorge oder in kritischen Bereichen kommt, hat die Bedrohungslage verschärft.

Mehr Faktoren für größere Sicherheit

Zu den gängigsten Sicherheitslücken gehört die Verwendung von einfachen Passwörtern und Standardkennungen sowie von einfachen Authentifizierungsmethoden. Eine Multi-Faktor-Authentifizierung schließt diese Einfallstore eigentlich recht einfach: Die Methode schützt die digitale Identität der Nutzer:innen durch mehrere Sicherheitsfaktoren wie FIDO-Token, die Eingabe eines an das Mobiltelefon gesendeten Codes oder die biometrische Authentifizierung per Face-Scan oder Fingerabdruck.

In Österreich steht mit der ID Austria der Verwaltung ein Werkzeug zur Verfügung, das bei Anmeldevorgängen solch eine zusätzliche Sicherheitsebene einzieht, da – selbst wenn ein Passwort kompromittiert wurde – ein:e Angreifer:in ohne den zweiten Faktor nicht auf den betreffenden Bereich im System zugreifen kann. Dies bietet sowohl den Mitarbeiter:innen als auch den Bürger:innen, die E-Government-Anwendungen nutzen, größere Sicherheit und baut das Vertrauen in digitale Amtswege aus.

Für eine sichere Geschäftsabwicklung

Verwaltungsmitarbeiter:innen müssen jedoch auch auf klassischen Internetbetrug vorbereitet sein. So hatte sich im Zuge eines Schul-Bauprojekts ein Betrüger durch Social Engineering in den Rechnungslauf „eingeschlichen“ und eine Zahlung der Gemeinde mit einer Fake-Rechnung statt an die Baufirma auf sich umgeleitet. Die Schulung der Beamt:innen und Vertragsbediensteten immer up to date zu halten, ist ein Aufwand, der sich aber am Ende lohnt.

Doch auch eine technische Lösung hätte diesen Fall verhindern können. Mit Nutzung eines Qualifizierten Elektronischen Siegels, wie des A-Trust-Firmensiegels, als Herkunftsnachweis wäre die Authentizität der Rechnung beweisbar gewesen. Da sie nach der Besiegelung durch den bzw. die Rechnungsersteller:in nicht nachträglich verändert werden kann, wäre diese Fake-Rechnung als solche erkannt worden.

Gesicherte Authentizitiät von Dokumenten

Attacken gehen aber auch in die andere Richtung, indem versucht wird, mit gefälschten Behördendokumenten Geld zu machen. Daher hat A-Trust eine eigene Amtssignatur für österreichische Behörden bzw. Organisationen mit Behördenstatus entwickelt, die das Dokument vor Verfälschung und Nachbearbeitung schützt. Sie wird bei digitalem Versand auf Bescheiden und anderen Dokumenten angebracht, dadurch handelt es sich nachweisbar um ein Behördenschriftstück, dessen Authentizität auf der A-Trust-Webseite oder bei der RTR überprüft werden kann. Weiters sorgen personalisierte Dienst- und Gemeindeausweise samt Foto und Unterschrift für effektiven Schutz auch sensibelster Dokumente vor unbefugten Zugriffen.

Eine der Grundlagen für eine erfolgreiche, weil von der Bevölkerung gut angenommene, Digitalisierung des öffentlichen Sektors ist das Vertrauen, dass der Schutz der persönlichen Daten gewährleistet ist und die Datenhoheit bei den Nutzer:innen verbleibt. A-Trust kann auf nunmehr 25 Jahre Erfahrung im österreichischen Zertifikatsbereich verweisen und wirkt seit 2016 auch als Qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter gemäß eIDAS an der Digitalisierung von Österreichs Verwaltung mit. Deshalb stehen wir auch für Compliance, Integrität, Komfort und vor allem Sicherheit unserer Identifikations-, Zertifikats- und Signaturlösungen ein.

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