C3-Nachbericht: Souveräne Kundenbeziehungen im digitalen Zeitalter

24. Oktober 2025 / Redaktion

Am 16. Oktober 2025 fand die bereits dritte C3 – Customer Connection Conference statt. Die Kooperationspartner ADV, CURSOR Austria und Rubicon IT, in deren Räumlichkeiten in Wien das Event stattfand, luden zahlreiche Expert:innen und Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft, Verwaltung und IT ein, ihre Expertise über zukunftsfähige digitale Kundenbeziehungen zu teilen.

Moderator Jakob Glanzner (Puls 4) führte mit Witz und Charme durch den Nachmittag, der nach der Begrüßung durch Gerhard Wanek (CURSOR Austria), Paul Prihoda (ADV – Austria Digital Value) und Stefan Simek (Rubicon IT) ein abwechslungsreiches Programm mit Keynotes, Panels, Workshops und Breakout-Sessions bot.

KI und digitale Souveränität

Nicht ganz überraschend war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz ein bestimmendes Thema. Ruben Hetfleisch (Vorstand AI Austria) beschäftigte sich in seiner Keynote mit den aktuellsten Entwicklungen der Generativen KI und berichtete über bereits jetzt vorhandene Einsatzmöglichkeiten, um Kundenerlebnisse individueller, effizienter und emotionaler zu gestalten. Er zeigte auch auf, welche Chancen die Technologie in naher Zukunft bieten wird. Nicht außer Acht lassen dürfe man aber die Verantwortung, mit welcher der die KI überwachende und orchestrierende „Human in the loop“ diese Tools einsetzen müsse.

Die anschließende Paneldiskussion mit Hetfleisch, Wanek und Daniel Toth (Klartext.ai) befasste sich mit der Frage „Digitale Souveränität trifft Kundenbindung: Was macht Beziehungen wirklich souverän?“. Danach standen sowohl der Energiesektor mit seinen typischen Bedürfnissen für Kundenkommunikation im Mittelpunkt, aber auch die Frage, wie sich effiziente Prozesse mit ethischer Verantwortung verbinden lassen.

Volle Energie voraus bei der Kundenbindung!

Daniela Feuersinger (VERBUND Digital Power) präsentierte einen neuen Zugang zum Verständnis von Energieversorgung: Sie wird als integrierte, datengetriebene Dienstleistung verstanden, in der technische Lösungen, dynamisches Pricing, Self-Service-Prozesse und Echtzeitabrechnung ineinandergreifen. So wird der Wandel von einer standardisierten hin zu einer kundenzentrierten Energieversorgung vorangetrieben, in der Commodity- und Non-Commodity-Produkte zu einem intelligent vernetzten Gesamtsystem verschmelzen.

Einen Blick in die Datenwelt bot Michael Hasler (Smartricity GmbH), der aufzeigte, wie gezielte Datenerfassung, -analyse und -verknüpfung dazu beitragen, Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und individuell maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln. Dadurch können Transparenz und Vertrauen generiert werden – mit langfristig positiven Auswirkungen auf die Kundenbeziehungen.

Ein praktisches Beispiel aus der Energiewirtschaft, wie KI als Gamechanger im Kundenkontakt wirken kann, stellten Andreas Lange und Jürgen Heidak (beide CURSOR Software AG) vor: Bei der automatisierten Ticketklassifikation durch einen KI-Assistenten werden eingehende Serviceanfragen vom System selbstständig analysiert, verstanden und kategorisiert. Der Assistent erkennt Muster, Prioritäten und Themen, schlägt passende Antworten vor und sorgt dafür, dass jedes Anliegen noch schneller und präziser als bisher beim richtigen Team landet.

Zentrale Schnittstellen für vertrauensvolle Kommunikation

Matthias Henkel (Rubicon IT) präsentierte die intelligente Vorlagenmanagement-Lösung seines Unternehmens, die statt chaotischem individuellem Copy & Paste eine klare Struktur entwickelt, welche Mitarbeiter:innen und Kund:innen gleichermaßen das Leben erleichtert.

CRM als zentrale Instanz für eine kundenzentrierte Value Chain war das Thema von Alexander Porsch (TTTech ZYNE). Mit einer sogenannten „Single Source of Truth“ an Kunden-Insights und dem CRM als Taktgeber können Unternehmen ihre gesamte Wertschöpfungskette optimal orchestrieren und echten Kundennutzen schaffen.

Roland Vollmer (Ecoplan) zeigte gemeinsam mit Stefan-Markus Eschner (Compassion Deutschland), wie digitale Technologien eingesetzt werden können, um Vertrauen aufzubauen und Beziehungen zu stärken. Der CURSOR-Partner Ecoplan ist darauf spezialisiert, Verbände, Mitgliederorganisationen oder NGOs mit einem verlässlichen, transparenten und einfach zu bedienenden CRM-System zu unterstützen.

Auch heuer gab es viel Raum für Gespräche, neue Perspektiven und gemeinsames Nachdenken über die Zukunft digitaler Kundenkommunikation: Wie das volle Potenzial der KI ausgeschöpft werden kann. Wie der durch die KI generierte Gewinn an Effizienz und Wertschöpfung verantwortungsvoll genutzt werden kann. Wie intelligente Datennutzung dabei unterstützt, Kundenbedürfnisse besser zu verstehen, personalisierte Angebote zu entwickeln und Vertrauen aufzubauen … Beim anschließenden Netzwerken fehlte es nicht an inspirierenden Impulsen, die für eine rege Beteiligung und einen hochqualitativen, lebendigen Austausch sorgten – herzlichen Dank an alle Mitwirkenden und Teilnehmer:innen der C3!

Abschließendes Fazit: „AI meets CRM“, aber der „Human in the Loop“ bleibt entscheidend.

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