Digitaler Humanismus in der Praxis Award 2026

19. März 2026 / Redaktion

Am 19. März 2026 versammelten sich im ORF-Zentrum am Küniglberg in Wien Vertreter:innen aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft zur Verleihung der Awards „Digitaler Humanismus in der Praxis“. Gemeinsam getragen von ADV Austrian Digital Value, msg Plaut und dem Verein für Digitalen Humanismus wurden aus insgesamt 40 Einreichungen Projekte, Organisationen und Persönlichkeiten ausgezeichnet, die digitale Technologien so gestalten, dass der Mensch im Zentrum steht und Innovation im Einklang mit gesellschaftlicher Verantwortung entsteht.

Dass dieser Anspruch längst über einzelne Initiativen hinausgeht und sich zunehmend als Leitprinzip etabliert, betonte auch Roland Ledinger, Präsident der ADV: „Digitaler Humanismus ist längst in der heimischen Wirtschaft angekommen und entwickelt sich zunehmend zu einem Leitprinzip für die Umsetzung in Unternehmen und in der Verwaltung. Die ausgezeichneten Initiativen zeigen, wie sich Digitalisierung verantwortungsvoll umsetzen und gleichzeitig zukunftsweisend gestalten lässt.“

Auch Erich Prem, wissenschaftlicher Leiter des Awards, und Georg Krause, CEO der msg Plaut AG, unterstrichen den Reifegrad der Einreichungen und verwiesen auf die Vielfalt der Herangehensweisen, mit denen digitale Lösungen verantwortungsvoll gestaltet werden.

Digitale Projekte im Dienst des Menschen

In der Kategorie Projekt setzte sich Wien KI durch. Die Plattform der Stadt Wien, MA 01 – Wien Digital, integriert Künstliche Intelligenz in Verwaltungsprozesse und unterstützt Mitarbeitende im Arbeitsalltag. Gleichzeitig entsteht ein direkter Mehrwert für Bürger:innen durch effizientere Abläufe und verbesserte Services. Der konsequente Einsatz von Datenschutzstandards sowie Open-Source-Technologien stärkt Vertrauen und sichert technologische Souveränität.

Die Kategorie Organisation wurde durch den Verein Alles Clara geprägt. Die Anwendung schafft eine digitale Schnittstelle zwischen pflegenden Angehörigen, professioneller Beratung sowie wissenschaftlicher Expertise. Dadurch entsteht ein System, das Wissen zugänglich macht und gleichzeitig konkrete Entlastung im Alltag bietet.

Mit Horst Eichinger, Direktor des Gymnasiums Stubenbastei in Wien, wurde eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die den digitalen Humanismus in einem besonders prägenden Umfeld verankert. Durch die Integration von Künstlicher Intelligenz und ethischen Fragestellungen in den Schulalltag vermittelt er jungen Menschen ein reflektiertes Verständnis für Technologie und deren gesellschaftliche Auswirkungen.

Sonderauszeichnungen für herausragende Initiativen

Neben den Hauptkategorien wurden drei Initiativen gewürdigt, die insbesondere im Bildungsbereich neue Impulse setzen. Projekte wie Counter Speech, NewsDeconstructed und FIVE greifen zentrale Herausforderungen digitaler Kommunikation auf und fördern Medienkompetenz, kritisches Denken sowie einen bewussten Umgang mit digitalen Inhalten.

Der Abend setzte damit ein klares Signal für die weitere Entwicklung: Technologische Innovation entfaltet ihre Wirkung dort, wo sie konsequent an gesellschaftlichen Bedürfnissen ausgerichtet wird und genau an diesem Punkt entstehen Lösungen, die langfristig Bestand haben.

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