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web manager2026-04-20 14:33:572026-06-02 10:54:06DataXcellence Konferenz 2026 feat. AIDie neue Ära der Führungskräfte
26. Junii 2026 / Rebeka Lacarak
Was macht moderne Führung heute aus? Was brauchen die Führungskräfte der Zukunft? Und woran erkennt man, dass Leadership mehr ist als eine Position? Elena Tauchhammer gibt in der aktuellen Ausgabe der Woman of the Month Antworten darauf.
Als Director Platform bei Anexia leitet Elena Tauchhammer die Abteilung hinter der zentralen Managementplattform der Anexia Cloud Solutions. In dieser Rolle arbeitet sie an einem technischen Kernstück, das Cloud Services steuerbar macht und zugleich Menschen, Prozesse und technologische Anforderungen zusammenführt.
Ihr Weg bei Anexia begann vor rund sechs Jahren im Quality Engineering, wo sie Code Changes prüfte und Qualitätsstandards sicherstellte. Ihr Studium der Medizininformatik an der FH Kärnten legte dafür die Grundlage, da es technisches Verständnis mit analytischem Denken und dem Blick für komplexe Systeme verbindet. Der Schritt in den Cloud Management Bereich fügte sich damit stimmig in ein Profil, das vor allem Qualitätsbewusstsein, Prozessverständnis und den Blick für funktionale Zusammenhänge verlangt.
Moderne Führung, die Wachstum ermöglicht
Am Puls der Zeit zu führen heißt, technologische Verantwortung mit Orientierung, Vertrauen und Agilität zu verbinden. Für Tauchhammer liegt modernes Leadership vor allem in der Fähigkeit, sich auf veränderte Arbeitswelten, neue Erwartungen und gesellschaftliche Entwicklungen einzustellen. Themen wie KI, Ethik und Sinnhaftigkeit rücken zunehmend in den Fokus und machen es für Führungskräfte erforderlich, offen für unterschiedliche Zusammenhänge zu bleiben und den Dialog aktiv zu suchen.
Gerade jüngere Generationen möchten Aufgaben inhaltlich einordnen, Hintergründe verstehen und wissen, welchen Beitrag ihre Arbeit leistet. Führung bedeutet für Tauchhammer daher weit mehr als Aufgabenverteilung: Es geht darum, Kontext zu geben, Menschlichkeit zu zeigen, Diversität ernst zu nehmen und den Menschen hinter der Rolle wahrzunehmen. Besonders in der IT sei es wichtig, aufmerksam zu bleiben und auch Zwischentöne zu erkennen.
Gute Führung zeigt sich für sie außerdem darin, die Stärken von Menschen zu erkennen und sie dort einzusetzen, wo sie wirksam werden können. Wenn ihre Manager:innen während ihres Urlaubs eigenständig Entscheidungen treffen und überzeugt handeln, ist das für sie ein klares Zeichen, dass die gemeinsame Grundlage stimmt. Vertrauen spielt dabei eine zentrale Rolle. Hybrides Arbeiten habe zusätzlich gezeigt, wie wichtig es ist, Leistung und Verlässlichkeit unabhängig vom Arbeitsort zu denken.
Souveränität durch Sichtbarkeit
Für Tauchhammer beginnt Empowerment dort, wo fachliche Leistung ausgesprochen, eingeordnet und selbstbewusst vertreten wird. Gerade für Frauen in der IT spielt Selbstmarketing dabei eine zentrale Rolle. Wer die eigene Kompetenz klar benennt, stärkt das eigene Selbstbild und verändert zugleich die Wahrnehmung im Umfeld. Aus individueller Leistung wird dadurch berufliche Präsenz, aus Präsenz entsteht Souveränität.
Diese Souveränität braucht aus ihrer Sicht auch Strukturen, die Austausch und gegenseitige Ermutigung ermöglichen. Fraueninitiativen, Netzwerke und Role Models schaffen Räume, in denen Erfahrung geteilt, Mut zugesprochen und fachliche Entwicklung getragen wird.
Tauchhammer betont, wie wichtig es sei, dass Frauen in der IT sichtbar werden und den Mut entwickeln, ihre Kompetenz zu zeigen. Oft brauche es Menschen im Umfeld, die Potenzial erkennen und den nächsten Schritt zutrauen. Selbstmarketing, weibliche Vorbilder und gegenseitige Bestärkung werden damit zu wesentlichen Faktoren für berufliche Entwicklung und nachhaltige Sichtbarkeit.











