Wenn aus Komplexität Fortschritt entsteht

31. August 2026 / Tatjana Schnittchen

Wie gelingt es, in einem dynamischen Technologieumfeld den Überblick zu behalten und gleichzeitig Menschen mitzunehmen? Und was braucht es, damit digitale Lösungen tatsächlich Wirkung entfalten? Sarah de Pasqualin, Projektmanagerin bei COSMO CONSULT und ADV Woman of the Month, verbindet klare Antworten darauf mit einem beruflichen Selbstverständnis, das von Handlungsfähigkeit, Kommunikation und Offenheit für Veränderung geprägt ist.

Ihr beruflicher Weg begann allerdings nicht in der IT. Viele Jahre war Sarah de Pasqualin in Industrieunternehmen tätig und durchlief unterschiedliche Abteilungen, zuletzt im strategischen Einkauf. Vor knapp fünf Jahren entschied sie sich für einen beruflichen Wechsel und fasste in der Technologiebranche Fuß. Geopolitische Entwicklungen und die damit verbundenen Materialengpässe brachten sie schließlich dazu, ihre berufliche Richtung zu verändern. Ausschlaggebend für den Wechsel zu COSMO CONSULT war für sie auch die Unternehmenskultur. Das Leitmotiv „Put People in the Center“ entspricht ihrem eigenen Verständnis davon, dass nicht nur die tägliche Leistung zählt, sondern ebenso der Mensch dahinter.

Heute arbeitet sie im Handels-Cluster von COSMO CONSULT und begleitet Projekte, die so unterschiedlich sind wie die Menschen und Anforderungen dahinter. Gerade diese Vielfalt macht für sie den Reiz ihrer Rolle aus. Gemeinsam mit Kund:innen Ziele zu verfolgen, komplexe Situationen zu strukturieren und Lösungen zu entwickeln, motiviert sie ebenso wie die Möglichkeit, an Herausforderungen zu wachsen.

Digitale Zusammenarbeit eröffnet dabei zusätzliche Möglichkeiten. Remote-Arbeit macht es möglich, Expert:innen von unterschiedlichen Standorten kurzfristig zusammenzubringen und Kompetenzen gezielt zu bündeln. Mit Künstlicher Intelligenz wird dieses Arbeitsumfeld für de Pasqualin noch dynamischer. Sie sieht AI vor allem als Unterstützung, als Sparringpartner und als Möglichkeit, im Arbeitsalltag Aufgaben zu erleichtern.

Handlungsfähigkeit braucht Mut

Für de Pasqualin beginnt Empowerment mit Handlungsfähigkeit. Selbstständig Entscheidungen zu treffen, Einfluss zu nehmen und sich zu fragen, was man selbst bewirken kann, sind für sie zentrale Voraussetzungen für berufliche Entwicklung.
Diese Haltung spielte auch bei ihrem Wechsel in die IT eine Rolle. Sie entschied sich für einen neuen Weg und war bereit, sich auf Neues einzulassen, Fehler machen zu dürfen und im Tun weiterzulernen.

Ihre Botschaft an Menschen, die selbst über einen Einstieg in die Technologiebranche nachdenken, fällt deshalb unkompliziert aus: „Mach es einfach. Versuch es! Gehe deinen Weg und folge deiner Intuition.“ Für de Pasqualin spielen Sichtbarkeit und Ermutigung eine wichtige Rolle, weil sie Selbstvertrauen schaffen und das Gefühl vermitteln, dass der eigene Weg möglich ist. Gerade Frauen müssen sich nach ihrer Erfahrung auch in der IT und im Projektmanagement nach wie vor häufig zunächst beweisen.

Gleichzeitig möchte de Pasqualin mit einem klassischen Bild der Technologiebranche aufräumen. IT besteht für sie aus weit mehr als dem stereotypen Programmierer im dunklen Kämmerchen. Neben technischen Rollen bietet die Branche zahlreiche Möglichkeiten in Projektmanagement, Führung und Beratung. Eine frühe Technikbegeisterung ist dabei keine Voraussetzung.
Entscheidender sind Offenheit, Neugier und Lernbereitschaft. Gerade im Projektmanagement kommen Kommunikations- und Problemlösungskompetenz sowie emotionale Intelligenz hinzu. Für de Pasqualin lebt die IT von unterschiedlichen Perspektiven, Fähigkeiten und Karrierewegen.

Technologie ist kein Selbstzweck

In ihrer täglichen Arbeit steht deshalb Kommunikation an erster Stelle. Transparenz, Ehrlichkeit, Empathie, Struktur und Weitblick sind für de Pasqualin wesentliche Voraussetzungen, um komplexe Projekte erfolgreich zu steuern. Eine ihrer größten Stärken sieht sie darin, Struktur in komplexe Situationen zu bringen, ohne die beteiligten Menschen aus dem Blick zu verlieren. Zusammenarbeit soll auf Augenhöhe stattfinden, unterschiedliche Sichtweisen einbeziehen und auf gegenseitigem Vertrauen basieren. Nachhaltiger Projekterfolg entsteht für sie nicht allein durch Prozesse und Methoden, sondern auch durch gute Kommunikation und gemeinsam entwickelte Lösungen.

Dieses Verständnis prägt auch ihren Blick auf neue Technologien. Sie eröffnen Chancen, verändern aber zugleich, wie Menschen arbeiten, kommunizieren und Entscheidungen treffen. Technologie darf für de Pasqualin deshalb kein Selbstzweck sein. Entscheidend ist, dass digitale Lösungen echten Nutzen schaffen und verantwortungsvoll, sicher und nutzerorientiert eingesetzt werden.

Besonders relevant sind für sie dabei E-Commerce und die digitale Customer Journey. In der Verbindung von Onlinehandel, ERP, Logistik und Kundenservice sieht sie großes Potenzial, Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig Mehrwert für Kund:innen zu schaffen. Auch Erfolg misst de Pasqualin an dieser Wirkung. Er zeigt sich für sie dort, wo Teams gut zusammenarbeiten, Herausforderungen gemeinsam lösen und Kund:innen einen konkreten Nutzen aus den umgesetzten Lösungen ziehen. Ihr persönliches Leitmotiv bringt diese Haltung auf den Punkt: „Komplexität strukturieren, Menschen verbinden und gemeinsam Fortschritt ermöglichen.“

DataXcellence Konferenz 2026 feat. AI

Bei der DataXcellence Konferenz 2026 feat. AI diskutierten Expert:innen aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung, wie sich aktuelle Entwicklungen rund um Daten, KI und digitale Wertschöpfung in der Praxis einordnen lassen.

Women-Clubabend 2026

Am ersten Women-Clubabend 2026 kam geballte weibliche Kompetenz zusammen, um zentrale Themen wie finanzielle Unabhängigkeit und Cybersecurity in den Fokus zu rücken.

Digitaler Humanismus in der Praxis Award 2026

Am 19. März 2026 wurden im ORF‑Zentrum Wien die Awards „Digitaler Humanismus in der Praxis“ verliehen – eine Auszeichnung für Projekte und Menschen, die digitale Innovation verantwortungsvoll gestalten.

Nachbericht NIS2: Jetzt handeln! Last-Minute-Maßnahmen für digitale Sicherheit

Über 80 Teilnehmer:innen fanden sich am 18. April bei Deloitte ein, um sich – genau ein halbes Jahr vor dem Inkrafttreten der NIS2 – über Last-Minute-Maßnahmen und Vorgehensweisen auszutauschen

Nachbericht: Das war die ADV Data Excellence Konferenz 2024

Am 11. und 12. April 2024 lud die ADV unter dem Titel „Frameworks“ zur jährlichen ADV DATA EXCELLENCE KONFERENZ ins Park Hyatt Vienna. In diesem Jahr durfte die ADV so viele Teilnehmer:innen wir noch nie begrüßen. Knapp 350 Personen nutzten die Konferenz in diesem Jahr um mehr rund um Data Governance und Co. zu erfahren, zu netzwerken und sich innerhalb der IT-Branche auszutauschen.
Podium in einem großen Saal mit einer Präsentation auf einem Schirm

Data Governance wieder ganz persönlich

Die Vernetzung der Daten-Community soll in den kommenden Jahren noch verstärkt werden. Durch das Teilen der Expertise und der Erfahrungen entsteht noch mehr Gemeinschaftsgefühl, das auch die Entwicklung innovativer Ideen unterstützt.

Datensouveränität dank Gaia-X – Nachbericht zum ADVirtuell-Event

Gaia-X will in Europa ein dezentrales Ökosystem für Dateninfrastrukturen erreichen, das europäische Datenschutzanforderungen, Transparenz und Kompatibilität von Beginn an berücksichtigt.
Frauen in der IT

Gaia-X: Wertschöpfung durch Kooperation

Das Silicon Valley erfand das Internet und die Cloud – und damit die Infrastruktur für die Datenökonomie des 21. Jahrhunderts. Und Europa? Wir steuern mit Gaia-X unser politisches Know-how bei.

DSGVO – Eine Bilanz

Der Privacy Shield zwischen der EU und USA ist Geschichte. Eine möglichst rechtssichere Gestaltung von Datentransfers in die USA steht nun im Fokus vieler Unternehmen.