Digital Transformation Management will gelernt sein!

Gastkommentar von Udo Müller

Viele Unternehmen und Institutionen stehen entweder am Beginn oder sind bereits mittendrin – in der digitalen Transformation des eigenen Business, der gesamten Organisation oder ganzer Wertschöpfungsketten im Sinne eines künftigen Geschäftsmodells. So abgenutzt das Schlagwort erscheint, so dringlich und konkret sind die mit digitalen Transformationsprojekten verbundenen Fragestellungen in der Praxis – und genau an dieser Stelle fehlt oft qualifiziertes Fachpersonal. Aber der Reihe nach.

Das berüchtigte „D-Wort“ wird nicht nur inflationär, sondern meist auch undifferenziert eingesetzt. Deshalb ist an dieser Stelle eine Unterscheidung zu „gewöhnlichen“ Digitalisierungsprozessen, die der kontinuierlichen Verbesserung des Bestehenden dienen, unbedingt notwendig: In der Transformation wird nämlich die Identität der Organisation in ihren Kernleistungen gewandelt. Sie ist als umfassender und tiefgreifender Wandlungsprozess zu verstehen, der auf den neuen technologischen und organisatorischen Möglichkeiten basiert. Die Form und Kultur der Zusammenarbeit, die prozessuale Koordination im Haus und mit Partnern, die Intensivierung der Kundeninteraktion und die Kompetenzen sowie Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden so transformiert, dass sich neue digitale Services, Produkte und Geschäftsmodelle de facto auch in Erlösquellen wandeln.

A collective matter

In der Praxis sind viele IT- und Digitalisierungsprojekte anbietergetrieben und werden zu technisch etabliert – die sozialen und mentalen Komponenten werden meist außer Acht gelassen. Die zu treffenden Entscheidungen sind nicht vergemeinschaftet, das Ziel ist nicht klar und auch nicht, welche Probleme adressiert werden sollen. Deshalb ist es essenziell, das ganze Team samt den Führungskräften von Beginn an zu inkludieren. Es gilt, dem gesamten Unternehmen bereits am Beginn des Wegs Orientierung zu geben und vor allem die Sinnhaftigkeit des „case-for-actions“ sowie der digitalen Vision verständlich zu machen.

Entscheidende Fragestellungen sind hierbei:

  • Wie gehen wir den Transformationsprozess an?
  • Wie können wir die bereits laufenden Projekte konsolidieren und auf die Geschäftsstrategie ausrichten?
  • Wie können wir die Investitionen mittelfristig absichern?
  • Wie kann ich eine Veränderungskultur etablieren und agil lernen?
  • Wie kann ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte im Boot halten?
  • Und wie kann ich die Digitalisierungsinitiativen mit meiner Unternehmensstrategie und -DNA in Gleichklang bringen bzw. aufeinander abstimmen?

Wir halten also fest: „Technisch implementiert“ heißt nicht automatisch, dass neue digitale Lösungen auch wirklich verwendet und ihr Nutzen in der Produktivität, im Umsatz oder in der Kundenzufriedenheit sichtbar werden. Hier kommen die Digital Transformation Manager (DTM) ins Spiel: Mit der entsprechenden Qualifikation gelingt es ihnen, den Nutzen und den erzeugten Mehrwert durch Digitalisierungsmaßnahmen für das gesamte Unternehmen herzustellen und zu erhöhen.

Und die hierfür nötigen Skills können erlernt werden: In einem praxisorientierten Lehrgang zur Qualifikation für diese wichtige Funktion werden alle nötigen Grundlagen, Methoden und Werkzeuge vermittelt, um Digitalisierungsprogramme erfolgreich zu launchen und die Digitalisierung für die Absicherung der Existenz der gesamten Organisation zu nutzen.

Wir danken Udo Müller von digital excellence  für die interessanten Eindrücke.

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